Als ich selber zum ersten Mal mit Hypnose in Kontakt kam, war ich zwar gespannt und neugierig, wusste aber gar nicht so genau, worauf ich mich da wirklich einließ. „Trance“- das klang für mich nach einer außergewöhnlichen Erfahrung. Nach einem Zustand, der sich doch bestimmt ganz neuartig anfühlen würde?

Auch heute werde ich immer mal wieder gefragt:

  • “Bekomme ich das mit, was während der Hypnose geschieht?"
  • "Ich gebe so ungern die Kontrolle ab, wird es trotzdem funktionieren?"
  • "Kann ich mich danach an alles erinnern?“

 Wer Hypnose noch nie selbst erlebt hat, stellt sich diese Fragen natürlich. Was also passiert in einer Sitzung und wie fühlt sich Trance tatsächlich an?

Wie meine eigene erste Session verlief 

Nach einem Vorgespräch zur Vorgehensweise wurde ich von der Hypnotiseurin gebeten, die Augen zu schließen. Und während ich ihrer Stimme lauschte, kamen meine Gedanken mehr und mehr zur Ruhe, Entspannung breitete sich aus, genaus so wie sie es mir  suggerierte und… ich glitt auf eine angenehme Art und Weise in einen anderen Zustand: fühlte mich einerseits wach, aber sehr gelassen und hörte durchgängig die Stimme meiner Hypnotiseurin. Ich konnte auf ihre Fragen antworten, gelegentlich tauchten innere Bilder auf. Die Umgebungsgeräusche nahm ich nur noch am Rande wahr, meine Fokus war vor allem nach innen gerichtet. Und ich war voll DA, keineswegs weggetreten. Ganz im Gegenteil: begleitet durch die Stimme der Hypnotiseurin, fühlte ich mich sehr wohl, während wir  an meinem Thema arbeiteten. Als ich schließlich die Augen wieder öffnete und mich blinzelnd umsah, meinte ich, dass höchstens fünfzehn Minuten vergangen sein könnten. Tatsächlich hatte die Sitzung knapp dreißig Minuten gedauert. Ich fühlte mich erfrischt, dabei angenehm aktiviert und gleichzeitig innerlich ruhig. 

Ein vertrauter Zustand

Trance ist übrigens ein Phänomen, das auch bei geöffneten Augen und außerhalb einer Hypnose auftreten kann. Ich bin ich mir sicher, dass du auch schon Trancezustände im Alltag erlebt hast. Zum Beispiel wenn du mit leerem Blick irgendwo hinschaust oder Tagträumst. Oder im Kino sitzt und völlig gebannt der Handlung folgst, kaum ansprechbar bist und alles um dich herum vergisst. Wenn du vertraute Strecken mit dem Auto zurücklegst und beim Ankommen feststellst, dass du dich an Einzelheiten während der Fahrt gar nicht so recht erinnern kannst, obwohl du doch die ganze Zeit den Wagen sicher und ohne Vorfälle durch den Verkehr manövriert hast.

Immer dann, wenn du feststellst, dass sich deine Zeit- und Körperwahrnehmung vorübergehend in dieser Form verändert hat, hast du dich vermutlich in einer Art Trance befunden. Diese mag zwar weniger tief sein, aber im Grunde sind uns allen diese Zustände sehr vertraut. Während einer therapeutischen Hypnose wird dieser "Wartungszustand" dann gezielt hergestellt und genutzt- und zwar ganz in deinem Sinne! 

Hypnose ist Teamwork

und kein passiver Vorgang, bei dem dir jemand irgendwelche Ideen in den Kopf „pflanzt“, Erinnerungen löscht oder umprogrammiert. Bei einer reinen Suggestions-Hypnose werden überwiegend positive und hilfreiche Impulse und Bilder verwendet. Bei einer "Auflösenden Hypnose" nähert man sich behutsam vor allem eher unangenehmen Themen und Gefühlen, um diesen Raum zur Verarbeitung zu geben. 

Gute Ergebnisse basieren vor allem auf einem transparenten Vorgehen, empathischer, professioneller Begleitung und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. "Weggetreten" sein, Pendeln oder andere Kuriositäten gehören in meiner Praxis jedenfalls nicht dazu.  

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